Seelenfutter: Yoga Buch Tipp

Seelenfutter: (Yoga -) Frühlingsbuch Tipp

Ich war schon immer ein Bücherwurm. Ich kann stundenlang in andere Welten tauchen, die Zeit vergessen… Je nach Stimmung, darf es von leichter Belletristik, über Krimis bis hin zu Sachbüchern gerne alles sein. Natürlich dürfen da auch nicht Yoga Bücher fehlen.

Von den Klassikern wie die „Hatha Yoga Pradipika“ von Swami Swatmarama bis hin zu moderneren  Werken wie „Yoga ist ein Arschloch“ von Christine Bielecki. Die Traditionalisten unter meiner Leserschaft empört sich sicher, wie ich dieses Hatha Yoga Grundlagenwerk, DIE Pradipika,  im selben Atemzug mit diesem provozierenden Titel nennen kann.

Aber ich möchte dich ermutigen, über deinen Tellerrand zu blicken. Ich werde dir immer wieder Bücher vorstellen, (ja, auch die oben genannten sind irgendwann mal dran) die mir auf meinem (Yoga-) Weg begegnet sind, mich begleitet haben oder die mich im allgemeinen inspiriert haben. Bücher die Fragen aufwerfen, die Seele berühren oder einfach fundiertes Basis- und Hintergrundwissen bieten. Bücher mit und ohne Yogahintergrund.

Eines möchte ich euch noch an Herz legen: geh zu deinem lokalen „Bücherdealer“ (Empfehlungen meinerseits findet ihr am Ende des Artikels), kauf dir ein echtes Buch, mach´ Notizen hinein, streich´ dir wichtige Stellen an oder schlag immer mal wieder nach. Manche Bücher braucht man einfach in der Hand! Lass´dich inspirieren:

 

Kategorie:

Oldie but goldie

Titel:

Licht auf Yoga 

Zum Autor:

 B. K. S. Iyengar: Schwacher, unterernährter,  kränklicher Junge wird durch viel Selbstdisziplin, stetige Praxis und Wissenshunger zu einem der größten Yogalehrer unseres Jahrhunderts.

Gründer der Hatha Yoga Tradition „Iyengar Yoga“, systematischer Hatha Yoga Stil mit einem besonderen Fokus auf die korrekte Ausrichtung., sowie der Einsatz von Props (Wände, Blöcke, Sessel, wall ropes, Gurt, Decken)

Superkraft:

Props Yogi – Asanas (auch Komplexe) für alle erfahrbar machen

Best of:

„The study of asana is not about mastering posture. It´s about using posture to understand and transform yourself.“

Inhalt in Kürze:

Grundlagenwerk des Hatha Yoga mit über 600 (!!!) Abbildungen und Erklärungen von mehr als 200 Positionen und diverse Variationen, sowie deren Wirkung auf Körper und Geist.  Der Fokus liegt auf der körperlichen Praxis. Die Philosophische Wurzel wird zu Anfang behandelt, eine Einführung in leichte Pranayamas, Bandhas und Kriyas runden das Angebot ab. 

Warum lesen:

Du suchst Inspiration für deine Home Practice: Am Ende des Buchs bietet Iyengar einen 25 wöchigen Anfänger Kurs, der systematisch aufeinander aufbaut.  Auch einen mittlerer und fortgeschrittener Kurs findest du im Buch. Der Kurs hilft dir eine regelmäßige Praxis zu etablieren. Er stärkt die Muskeln, steigert die Konzentration, gleicht aus, schafft Flexibilität und schafft eine gute Basis für deinen Yogaweg. Ein 3 Tage Kurs im Anschluss hilft dir dabei zu bleiben, und ist als Ergänzung gedacht um Körper und Geist Harmonie zu schenken. Die Abfolge ist selbst nach alle den Jahren anatomisch wohl überlegt und hat noch nichts an Aktualität eingebüßt.

Zudem ist das Buch ein tolles Nachschlagewerk, bietet dir einen gute, kurze Einführung in die Yogaphilosophie. Liefert dir also die Wurzel des Yoga, warum Yoga zu Yoga wird. Zudem gibt Iyengar einen kleinen Überblick über Bandhas, Kriyas und den wichtigsten Pranayamas. 

Ein Buch zum Staunen, manche Asanas sehen sehr abenteuerlich aus. Viele Asanas inspirieren aus der Komfortzone zu treten und sich wieder spielerisch  zu fordern und auszuprobieren. 

Ich empfehle die Ausführungen immer wieder zu hinterfragen und auf deinen Körper anzupassen.

Fazit:

Inspirierend, erlebnisorientiert, motivierend.

Inspiration 4 you: 

„… I. Ein Haus bedarf fester Fundamente. Ohne die Grundregeln von Yama und Niyama zu praktizieren, die ein festes Fundament für den Aufbau des Charakters bilden, kann es keine einheitliche Persönlichkeit geben. Wenn man Asana ohne Yama und Niyama ausführt, sind sie nichts anderes als Akrobatik…“

Zertifiziertes Iyengar Yoga in Wien zum ausprobieren:

http://www.iyengaryoga.at/

Iyengar Yoga Vienna
Hermanngasse 18
1070 Wien

Bücherdealer:

Thalia Huma Eleven

Tipp: Die Filialleiterin Corina Lerchbaumer ist auch eine Yogini und kann dir gerne deine Bücher bestellen. Sie ist eine richtige Buchhändlerin (was selten ist), lesen ist ihre Form der Meditation. Andere Gehirnnahrung gewünscht?  Sie kann dir ganz viele tolle Bücher aus dem Bereich Belletristik ans Herz legen. 

Telefon 0732 7615 68117
E-Mail humacenter@thalia.at

Valentins Lieblingsstück

Für alle, für die der Valentinstag wieder gaaaaanz überraschend gekommen ist oder die sich selbst etwas Gutes gönnen möchten. Schnell, schön, LECKER!

Vegane Rosen Muffins

Input:

  • Veganer Strudelteig (clever z.B.: bei Merkur)
  • 4 Äpfel (in der Farbe der Liebe: rot oder in der Studio Farbe: pink
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL brauner Zucker
  • Marillen Marmelade

Made with love:

  • Teig ausrollen
  • Mit Marmelade bestreichen
  • In 6 gleichgroße Streifen schneiden
  • Äpfel halbieren und dann in dünne Scheiben schneiden (MIT der Schale)
  • Apfelstücke mit heißem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen
  • Apfelstücke schuppenförmig auflegen (lass am Anfang und Ende des Teigstreifens ein wenig Platz, die Apfelstücke stehen mit der farbigen Seite über den Rand)
  • Zimt und Zucker  mischen und auf die Apfelstücke streuen
  • Rollen (mit viel Gefühl)
  • In Muffinförmchen geben und bei 180 Grad Umluft ca. 20 Minuten – 30 Minuten backen bis sie schön braun sind

Output:

  • Leuchtende Augen
  • Mhmmmm
  • Wow

„…Yoga ist doch nur rumsitzen in Wollsocken und atmen!“

„Warum soll ich zum Yoga gehen? Das ist doch nur rumsitzen in Wollsocken und atmen. Viel zu wenig Bewegung für mich!“ So, oder so ähnlich waren meine Gedanken vor meiner ersten Yogastunde. Ich hatte ein ziemlich einseitiges Bild von Yoga im Kopf. Alternde Hippies, asketische Lichtwesen und Ökofreaks sitzen in einem Räucherstäbchen nebligen Raum und atmen sich gemeinsam ins Nirvana.

Ich war eher der Typ, wenn schon Nirvana dann die Band, wenn schon rauchige Luft, dann von meiner Marlboro (gerne auch jede andere Zigarettenmarke). Kollektives Atmen in einem Raum voller Menschen die alles und jeden mit ihrer friedvollen Liebe überschütten möchten war nicht gerade die Vorstellung von mir, wie ich meine Freizeit verbringen wollte. Die Sache mit dem Verbiegen von Körperteilen rang mir Respekt ab, aber schreckte mich auch ein wenig ab.

Und überhaupt, was soll an sitzen und atmen so toll sein? Wo liegt da der Reiz? Wo die Herausforderung? „Sitzen kann doch jeder, und warum soll ich für´s atmen Geld zahlen?“ dachte ich mir.  Brauche ich wirklich Gesellschaft beim atmen? Macht das einen Unterschied?

Manche Antworten auf meine Fragen entdeckte ich erst viel später auf meinem Yogaweg, manche bekam ich gleich in meiner ersten Einheit: Sitzen und SITZEN ist ein großer Unterschied!

Was macht dein Rücken gerade, während du das hier liest? Schief, krumm? Beine überschlagen? Dann erst weiter im Text, wenn du gerade sitzt (gerne auch am Boden).

Also zum Thema SITZEN: Ein „bequemer“ aufrechter Sitz kann ganz schön anstrengend sein (oder werden) am Anfang des persönlichen Yogaweges. Quasi ein aufmerksames Sitzen, ein achtsames (Yogis lieben dieses Wort, inspiriert mich zum Yoga Bingo) Sitzen. Da spürt man auf einmal Muskeln in seinem Rücken, von denen wußte man gar nicht, das sie da sind. So ein gut eingerichteter Schneidersitz mit einer aufgerichteten Wirbelsäule geht ganz schön rein, wenn man mal längere Zeit darin verbringt. Entspannung? Weit gefehlt! Zu Anfang hab´ ich mich beim sitzen (ja, SITZEN!!!!!!) mehr verspannt als sonst wo. Und ja, man kann im Rücken vom SITZEN einen Muskelkater bekommen… Hilfsmittel wie Blöcke helfen ein wenig, aber sind wir uns ehrlich: für 90% der Yoga Newbies ist SITZEN anstrengend. Punkt.

Auch das vermeintlich einfache Thema Atmen stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Wie soll ich bloß in meine große Zehe atmen? Kleiner Scherz, Atemführung kommt erst später. Aber schon die Basics können eine Challange darstellen. Die volle Yogaatmung führt einem so richtig schön vor Augen, wie wenig Platz man zum atmen nutzt und was die ein oder andere Schachtel Marlboro (oder eine andere Marke) angerichtet hat. Aber auch den Nichtrauchern geht es da nicht besser (außer sie spielen ein Blasinstrument oder sind Taucher). Für mich war das ein Yoga – AHA – Erlebnis (eines von vielen, in den folgenden Jahren). Tiefes, volles Atmen hatte ich offensichtlich verlernt und bei der Einatmung soll sich mein Bauch nach außen bewegen… Jahrelanges Baucheinziehen, ließen diese Übung ein seltsames Gefühl erzeugen und weil sonst nur die Brust zum Atem genutzt wird, muß man da erst mal wieder Raum schaffen.

Und da reden wir nur mal von der vollen Yogaatmung die vom Bauch zu den Schlüsselbeinen geht und dann wieder retour, nicht von den Pranayamas, den Atemübungen.

Aber kommt Zeit kommt Atem! Yoga lässt uns wieder Raum zurückerobern! Und bei den Pranayamas gibt es ein paar abgefahrene Techniken. Wußtest du, das es eine Atemübung gibt die dich bei den heißen Sommertemperaturen der letzten Jahre kühlt? Der „leuchtende Schädel“ eine Atemübung ist? Oder das dein Atem tatsächlich und wissenschaftlich nachgewiesen, deinen Blutdruck senken kann und beruhigend auf dein Nervensystem wirkt? Ich bin mittlerweile ein „Atem – Fan“ und ganz nebenbei auch Nichtraucher (YEEEEEEEEAAAAA!!!!!!)

SITZEN kann ich mittlerweile auch. Baucheinziehen ist nicht mehr nötig – mein Rücken ist jetzt so stark, dass ich viel aufrechter geh´, steh´ und sitze: Macht nen tollen Bauch.

Last but not least: ich liebe meine „ Yogasocks„!

Warum YoGa?

WARUM YoGa?

„…nur rumsitzen, und atmen in Wollsocken – das ist mir zu wenig Bewegung!“

„…ich bin ja nicht so der Eso – Freak …“

„…ich bin viel zu unflexibel für Yoga!“

„…ist das nicht eine Sekte?“

„…ich bin zu alt/jung/groß/klein/dick/dünn… für Yoga.“

„…ich bin entspannt, wozu also Yoga?“

„…ich schau sicher komisch dabei aus, so unbeweglich wie ich bin.“

„…das ist doch nur was für Frauen.“

„…Yoga ist mir zu weichgespült – zu soft.“

„…ich mache schon viel Sport, warum also auch noch Yoga?“

Hast du dich vielleicht in der ein oder anderen Aussage wiedererkannt? Ich möchte hier mit dem ein oder anderem Klischee aufräumen, Fragen beantworten die du nie zu stellen gewagt hast und dich mit der ein oder anderen Antwort überraschen. „Warum YoGa“ ist als Reihe gedacht und jedes Monat nehme ich ein anderes Klischee unter die Lupe. 

Hatha Yoga – Die Wurzel

  Was bedeutet Hatha Yoga?IMGP2812

Hier eine allgemeine Deffinition:

Hatha Yoga ist die Wurzel aller dynamischen Yogastile. Egal ob Ashtanga, Bikram, Yin, Hot und wie sie alle heißen mögen. Hatha Yoga ist also der körperbezogene Übungsweg des Yoga.  (Bitte lies kurz weiter, lass dich ein wenig auf die Klischees ein, ich versprech`dir, die anderen 2/3 des Artikel werden dich überraschen….Anmk. des Autors  -das wollt ich schon immer mal schreiben *gg*) Also weiter im Text: Die Energien im Körper  wahrzunehmen, zu verstehen und zu lenken ist der Gedanke dahinter. Das selbe gilt nicht nur für die Energien im Körper sondern auch für den Körper selber. Mit sich selbst in Verbindung zu treten, sich kennen zu lernen, sich zu verstehen zu lernen, die eigene Welt wahrzunehmen wie sie ist, seinen Körper seinen Geist.

Das viel zitierte „zu seiner Mitte finden“, der „Seelenfrieden“, der „ruhige Geist“, die „große Freiheit“

Aber was bedeutet das für dich und mich?

Was bedeutet das für einen Menschen, der im 21. Jahrhundert in Wien lebt, der einen Alltag hat (Job, Freunde, Familie und sowas…..), seine eigenen Sorgen und Ängste hat (Weltfrieden gut und schön, aber der agressive Chef, oder ein kranker Verwandter machen uns meist mehr Sorgen), seine eigenen körperlichen Deffizite (hier ein paar Klassiker: Nacken, Rücken, Schultern…..was? Welche Körperwahrnehmung? Ich spür´mich nicht unterhalb vom Hals…..)?

Ist es wirklich der richtige Weg, wenn ich gleich versuche in einer unheimlich komplexen und anstregenden Körperhaltung, stundenlang in meinen großem Zeh zu atmen?

Ist DIE große Erleuchtung das Ziel?

Was ist überhaupt diese Erleuchtung? (Das würde hier zu weit führen, dafür gibt es bald mal einen eigenen Artikel – versprochen)

Ich weiß zwar  (noch) nicht was es für dich bedeutet, aber für mich bedeutet Hatha Yoga:

Bewegung (er)leben, mich selbst (er)leben, Leben (er)leben, Kraft & Stärke (er)leben, Spaß haben, Spaß an Bewegung haben, mir selbst begegnen, Antworten finden….

Da können dann schon mal Erkenntnisse kommen wie: „Wow, ich bin tatsächlich der Schöpfer meiner eigenen Welt!“ „Uhi, ich kann was bewegen!“ „Hier bin ich!!!! Und DAS hab´ich zu geben!!!!!“ „Ah, das ist also mein inneres Feuer“, „Na, ich lieb´mich zwar noch nicht aber ich hab`mich schon mit mir angefreundet“ „Ach, ich verzeih´ dir (und mein das sogar ernst!!!)“, „Ich bin stolz auf mich!“, „Ja, ich hab´mir die Zeit genommen“, „Nein, das stresst mich nicht.“

Körperlich: Erst Jammaste dann Namasté, „Was, da kann man auch schwitzen“ – dicht gefolgt von: „Da hat man auch Muskeln???!!!!!!“, „Ich kann aufrecht stehen“, „Wahnsinn, dachte nicht, dass ich das kann!“ „Waaaaaas, das kann man alles mit dem Atem machen?“, „Ja! Das ist ein sexy Yoga – Hintern!“, Fingerspreizen kann eine sehr fordernde Übung sein!

Und was bedeutet Yoga für dich? Finde es heraus, komm vorbei!

Yoga (er)leben @ Mein Raum Yoga

„Practice and all is coming“ – Pattabhi Jois

Yoga hat mir Eines auf jeden Fall beigebracht, nämlich, dass ich vom Denken ins Fühlen kommen muß.  Ins „Tun“ kommen. Hineinspüren und einfach machen.

Oft weiß der Bauch viel besser bescheid, als unser Kopf. Leider sind wir modernen Menschen, besonders hier im Westen, sehr in unserem Kopf verhaftet – auch ich.

Pattabhi Jois, ein großer Yogi lehrte uns: „Practice and all is coming“

Meine Übersetzung dazu: Geh hin, vertraue, übe, komm´ins „Tun“, wiederhole und alles wird kommen!

Also lass´dich nicht von deinen Gedanken entmutigen (hier ein paar Klassiker: Ich kann nicht, trau`mich nicht, ist zu schwer für mich, ich bin nicht…..alt/jung, schlank/kräftig, gelenkig/dehnbar, gut genug…..dafür). Glaub`nicht alles was du denkst.

Frag`deinen Bauch, mach einen ersten Schritt. Beim Yoga, im Alltag, im Job, in der Liebe!

Komm`ins „Tun“ @ Mein Raum Yoga