Ich bin…

…ich bin mehr als meine Sucht…

Ich bin mehr als meine Sucht, ich bin mehr als meine Angst, ich bin mehr als mein Körper, ich bin…

 

ICH BIN ICH

 Essstörung, Bipolare Störung, Alkoholmissbrauch, Medikamentenmissbrauch, Burnout, Angst…und irgendwo dazwischen, da bin ich.

Ramana Maharshi, der Weise vom Berg Arunachala in Südindien fragt: „Wer bin ich?“ Und ich frage mich das auch. In den 90er Jahren war ich die Anorektikerin (Danke an dieser Stelle einem Pfleger im Spital, der uns nur mit unseren Krankheiten ansprach, wahrscheinlich war ICH durch all das Elend nicht zu sehen, aber selbst da war ich ICH).

Die 00er Jahre verbrachte ich im Rausch, mal besser mal schlechter, bipolar war ich sowieso, aber hinter all dem Glitter und der Party, hinter all dem „Himmel-hoch-jauchzend“ und „zu-Tode-betrübt“ war ich noch immer ICH.

08 brannte und verbrannte ich. 24/7. Im Kopf alles so laut, dass ich mich selbst nicht mehr hören konnte, und trotzdem, hinter all dem Lärm, war ich immer noch ICH.

Betäubt, verbrannt, gefühlstaub, traurig, ängstlich, körperlos – dahinter war ich, immer noch ICH

2011 die Wende, ernüchtert, trocken, forschend, fragend – dahinter, ganz leise ICH.

„Hallo ICH, darf ich die kennen lernen?“

Valentins Lieblingsstück

Für alle, für die der Valentinstag wieder gaaaaanz überraschend gekommen ist oder die sich selbst etwas Gutes gönnen möchten. Schnell, schön, LECKER!

Vegane Rosen Muffins

Input:

  • Veganer Strudelteig (clever z.B.: bei Merkur)
  • 4 Äpfel (in der Farbe der Liebe: rot oder in der Studio Farbe: pink
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL brauner Zucker
  • Marillen Marmelade

Made with love:

  • Teig ausrollen
  • Mit Marmelade bestreichen
  • In 6 gleichgroße Streifen schneiden
  • Äpfel halbieren und dann in dünne Scheiben schneiden (MIT der Schale)
  • Apfelstücke mit heißem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen
  • Apfelstücke schuppenförmig auflegen (lass am Anfang und Ende des Teigstreifens ein wenig Platz, die Apfelstücke stehen mit der farbigen Seite über den Rand)
  • Zimt und Zucker  mischen und auf die Apfelstücke streuen
  • Rollen (mit viel Gefühl)
  • In Muffinförmchen geben und bei 180 Grad Umluft ca. 20 Minuten – 30 Minuten backen bis sie schön braun sind

Output:

  • Leuchtende Augen
  • Mhmmmm
  • Wow

„…Yoga ist doch nur rumsitzen in Wollsocken und atmen!“

„Warum soll ich zum Yoga gehen? Das ist doch nur rumsitzen in Wollsocken und atmen. Viel zu wenig Bewegung für mich!“ So, oder so ähnlich waren meine Gedanken vor meiner ersten Yogastunde. Ich hatte ein ziemlich einseitiges Bild von Yoga im Kopf. Alternde Hippies, asketische Lichtwesen und Ökofreaks sitzen in einem Räucherstäbchen nebligen Raum und atmen sich gemeinsam ins Nirvana.

Ich war eher der Typ, wenn schon Nirvana dann die Band, wenn schon rauchige Luft, dann von meiner Marlboro (gerne auch jede andere Zigarettenmarke). Kollektives Atmen in einem Raum voller Menschen die alles und jeden mit ihrer friedvollen Liebe überschütten möchten war nicht gerade die Vorstellung von mir, wie ich meine Freizeit verbringen wollte. Die Sache mit dem Verbiegen von Körperteilen rang mir Respekt ab, aber schreckte mich auch ein wenig ab.

Und überhaupt, was soll an sitzen und atmen so toll sein? Wo liegt da der Reiz? Wo die Herausforderung? „Sitzen kann doch jeder, und warum soll ich für´s atmen Geld zahlen?“ dachte ich mir.  Brauche ich wirklich Gesellschaft beim atmen? Macht das einen Unterschied?

Manche Antworten auf meine Fragen entdeckte ich erst viel später auf meinem Yogaweg, manche bekam ich gleich in meiner ersten Einheit: Sitzen und SITZEN ist ein großer Unterschied!

Was macht dein Rücken gerade, während du das hier liest? Schief, krumm? Beine überschlagen? Dann erst weiter im Text, wenn du gerade sitzt (gerne auch am Boden).

Also zum Thema SITZEN: Ein „bequemer“ aufrechter Sitz kann ganz schön anstrengend sein (oder werden) am Anfang des persönlichen Yogaweges. Quasi ein aufmerksames Sitzen, ein achtsames (Yogis lieben dieses Wort, inspiriert mich zum Yoga Bingo) Sitzen. Da spürt man auf einmal Muskeln in seinem Rücken, von denen wußte man gar nicht, das sie da sind. So ein gut eingerichteter Schneidersitz mit einer aufgerichteten Wirbelsäule geht ganz schön rein, wenn man mal längere Zeit darin verbringt. Entspannung? Weit gefehlt! Zu Anfang hab´ ich mich beim sitzen (ja, SITZEN!!!!!!) mehr verspannt als sonst wo. Und ja, man kann im Rücken vom SITZEN einen Muskelkater bekommen… Hilfsmittel wie Blöcke helfen ein wenig, aber sind wir uns ehrlich: für 90% der Yoga Newbies ist SITZEN anstrengend. Punkt.

Auch das vermeintlich einfache Thema Atmen stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Wie soll ich bloß in meine große Zehe atmen? Kleiner Scherz, Atemführung kommt erst später. Aber schon die Basics können eine Challange darstellen. Die volle Yogaatmung führt einem so richtig schön vor Augen, wie wenig Platz man zum atmen nutzt und was die ein oder andere Schachtel Marlboro (oder eine andere Marke) angerichtet hat. Aber auch den Nichtrauchern geht es da nicht besser (außer sie spielen ein Blasinstrument oder sind Taucher). Für mich war das ein Yoga – AHA – Erlebnis (eines von vielen, in den folgenden Jahren). Tiefes, volles Atmen hatte ich offensichtlich verlernt und bei der Einatmung soll sich mein Bauch nach außen bewegen… Jahrelanges Baucheinziehen, ließen diese Übung ein seltsames Gefühl erzeugen und weil sonst nur die Brust zum Atem genutzt wird, muß man da erst mal wieder Raum schaffen.

Und da reden wir nur mal von der vollen Yogaatmung die vom Bauch zu den Schlüsselbeinen geht und dann wieder retour, nicht von den Pranayamas, den Atemübungen.

Aber kommt Zeit kommt Atem! Yoga lässt uns wieder Raum zurückerobern! Und bei den Pranayamas gibt es ein paar abgefahrene Techniken. Wußtest du, das es eine Atemübung gibt die dich bei den heißen Sommertemperaturen der letzten Jahre kühlt? Der „leuchtende Schädel“ eine Atemübung ist? Oder das dein Atem tatsächlich und wissenschaftlich nachgewiesen, deinen Blutdruck senken kann und beruhigend auf dein Nervensystem wirkt? Ich bin mittlerweile ein „Atem – Fan“ und ganz nebenbei auch Nichtraucher (YEEEEEEEEAAAAA!!!!!!)

SITZEN kann ich mittlerweile auch. Baucheinziehen ist nicht mehr nötig – mein Rücken ist jetzt so stark, dass ich viel aufrechter geh´, steh´ und sitze: Macht nen tollen Bauch.

Last but not least: ich liebe meine „ Yogasocks„!

Hatha Yoga – Die Wurzel

  Was bedeutet Hatha Yoga?IMGP2812

Hier eine allgemeine Deffinition:

Hatha Yoga ist die Wurzel aller dynamischen Yogastile. Egal ob Ashtanga, Bikram, Yin, Hot und wie sie alle heißen mögen. Hatha Yoga ist also der körperbezogene Übungsweg des Yoga.  (Bitte lies kurz weiter, lass dich ein wenig auf die Klischees ein, ich versprech`dir, die anderen 2/3 des Artikel werden dich überraschen….Anmk. des Autors  -das wollt ich schon immer mal schreiben *gg*) Also weiter im Text: Die Energien im Körper  wahrzunehmen, zu verstehen und zu lenken ist der Gedanke dahinter. Das selbe gilt nicht nur für die Energien im Körper sondern auch für den Körper selber. Mit sich selbst in Verbindung zu treten, sich kennen zu lernen, sich zu verstehen zu lernen, die eigene Welt wahrzunehmen wie sie ist, seinen Körper seinen Geist.

Das viel zitierte „zu seiner Mitte finden“, der „Seelenfrieden“, der „ruhige Geist“, die „große Freiheit“

Aber was bedeutet das für dich und mich?

Was bedeutet das für einen Menschen, der im 21. Jahrhundert in Wien lebt, der einen Alltag hat (Job, Freunde, Familie und sowas…..), seine eigenen Sorgen und Ängste hat (Weltfrieden gut und schön, aber der agressive Chef, oder ein kranker Verwandter machen uns meist mehr Sorgen), seine eigenen körperlichen Deffizite (hier ein paar Klassiker: Nacken, Rücken, Schultern…..was? Welche Körperwahrnehmung? Ich spür´mich nicht unterhalb vom Hals…..)?

Ist es wirklich der richtige Weg, wenn ich gleich versuche in einer unheimlich komplexen und anstregenden Körperhaltung, stundenlang in meinen großem Zeh zu atmen?

Ist DIE große Erleuchtung das Ziel?

Was ist überhaupt diese Erleuchtung? (Das würde hier zu weit führen, dafür gibt es bald mal einen eigenen Artikel – versprochen)

Ich weiß zwar  (noch) nicht was es für dich bedeutet, aber für mich bedeutet Hatha Yoga:

Bewegung (er)leben, mich selbst (er)leben, Leben (er)leben, Kraft & Stärke (er)leben, Spaß haben, Spaß an Bewegung haben, mir selbst begegnen, Antworten finden….

Da können dann schon mal Erkenntnisse kommen wie: „Wow, ich bin tatsächlich der Schöpfer meiner eigenen Welt!“ „Uhi, ich kann was bewegen!“ „Hier bin ich!!!! Und DAS hab´ich zu geben!!!!!“ „Ah, das ist also mein inneres Feuer“, „Na, ich lieb´mich zwar noch nicht aber ich hab`mich schon mit mir angefreundet“ „Ach, ich verzeih´ dir (und mein das sogar ernst!!!)“, „Ich bin stolz auf mich!“, „Ja, ich hab´mir die Zeit genommen“, „Nein, das stresst mich nicht.“

Körperlich: Erst Jammaste dann Namasté, „Was, da kann man auch schwitzen“ – dicht gefolgt von: „Da hat man auch Muskeln???!!!!!!“, „Ich kann aufrecht stehen“, „Wahnsinn, dachte nicht, dass ich das kann!“ „Waaaaaas, das kann man alles mit dem Atem machen?“, „Ja! Das ist ein sexy Yoga – Hintern!“, Fingerspreizen kann eine sehr fordernde Übung sein!

Und was bedeutet Yoga für dich? Finde es heraus, komm vorbei!

Yoga (er)leben @ Mein Raum Yoga

„Practice and all is coming“ – Pattabhi Jois

Yoga hat mir Eines auf jeden Fall beigebracht, nämlich, dass ich vom Denken ins Fühlen kommen muß.  Ins „Tun“ kommen. Hineinspüren und einfach machen.

Oft weiß der Bauch viel besser bescheid, als unser Kopf. Leider sind wir modernen Menschen, besonders hier im Westen, sehr in unserem Kopf verhaftet – auch ich.

Pattabhi Jois, ein großer Yogi lehrte uns: „Practice and all is coming“

Meine Übersetzung dazu: Geh hin, vertraue, übe, komm´ins „Tun“, wiederhole und alles wird kommen!

Also lass´dich nicht von deinen Gedanken entmutigen (hier ein paar Klassiker: Ich kann nicht, trau`mich nicht, ist zu schwer für mich, ich bin nicht…..alt/jung, schlank/kräftig, gelenkig/dehnbar, gut genug…..dafür). Glaub`nicht alles was du denkst.

Frag`deinen Bauch, mach einen ersten Schritt. Beim Yoga, im Alltag, im Job, in der Liebe!

Komm`ins „Tun“ @ Mein Raum Yoga